Veränderung beginnt im Erleben
- Katja Ngassa Djomo

- 21. Feb. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Manchmal begegnen uns Ideen, die etwas in uns auslösen – nicht nur einen Gedanken, sondern Gefühle. So ging es mir, als ich über pathische Kompetenz in Klaus Eidenschinks "Metatheorie der Veränderung" gelesen habe. Es hat mich berührt 💙, weil es etwas beschreibt, das ich immer wieder erlebe: Tiefgreifende Veränderung geschieht oft nicht durch Verstehen, sondern durch Erleben.
🔹 Was bedeutet „pathisch“ in diesem Zusammenhang?
Es beschreibt die Fähigkeit, sich von einer Situation, von Emotionen oder Atmosphären berühren zu lassen – ohne sie sofort zu kontrollieren, zu bewerten oder zu deuten. So entsteht das Gegenteil von aktivem Handeln oder absichtsvoller Steuerung. Stattdessen geht es darum, das zuzulassen, was gerade geschieht. 🌊 Auch wenn es nervt und lästig ist.
🔹 Warum ist mir das so wichtig?
Weil echte Veränderung oft nur dort passiert, wo wir uns dem Neuen wirklich aussetzen. ➡️ Pathische Resonanz beschreibt diesen Moment der inneren Bewegung: Etwas trifft uns, es hallt nach – und genau darin liegt die Chance zur Entwicklung. 🌱 Ein wesentlicher Teil dieser Fähigkeit ist die Neugier auf das Fremde. Oft versuchen wir, Neues sofort zu kategorisieren oder zu erklären – doch Entwicklung geschieht, wenn wir uns von dem Unbekannten wirklich berühren lassen. Wenn wir den Moment des Staunens zulassen, anstatt sofort verstehen zu wollen. Das Fremde kann irritieren, es kann herausfordern – doch gerade darin liegt sein Potenzial.
Insbesondere als beratend tätige Menschen fällt es uns oft schwer, nicht sofort Antworten oder Lösungen parat zu haben. Doch genau das braucht es oft: Einen Raum zu öffnen, in dem Berührtheit sein darf. Einen Moment des Nicht-Wissens auszuhalten. 🌀
Die Gedanken von Klaus Eidenschink sind für mich unglaublich wertvoll – weil sie beschreiben, was im Prozess oft übersehen wird: Veränderung und Gefühl brauchen einander. Und wenn es gelingt, sich "dem Fremden" mit Neugier statt mit Abwehr zu nähern, werden ganz neue Entwicklungsräume möglich.
Ich verlinke den spannenden Artikel von ihm dazu, in dem er das viel besser beschreibt, als ich das hier tue.





Kommentare